Urteile aus dem Reiserecht



Amtsgericht München

Noroviren im Hotel - Reisegäste erbrachen sich im Restaurant...

Ein junges Paar reiste nach Rhodos und erkrankte gleich in der ersten Nacht mit einem schweren Magen-Darm-Infekt. Sie waren aber nicht die einzigen, denn vor den Hotelzimmern stapelten sich schmutzige Handtücher mit Erbrochenem und Gäste hätten sich mitten im Restaurant erbrochen. Das Paar verlangt den Reisepreis zurück. Mit Erfolg?

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Landgericht Köln

Urteil Reisemangel - Fäkalien im Meer durch defekte Kläranlage

Eine Familie buchte eine Pauschalreise in die Türkei, um dort einen zweiwöchigen Badeurlaub zu verbringen. Durch eine defekte Kläranlage gelangten über einen Zufluss Fäkalien ins Meer. Die Familie erkrankte an einem schweren Brechdurchfall. Sie machen Ansprüche auf Reisepreisminderung und Schmerzensgeld geltend.

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Amtsgericht München

Urteil: Reiserücktritt nach Tod des Ehepartners

Nach Urteil des Amtsgerichts München ist eine akute Belastungsreaktion aufgrund der Trauer um den verstorbenen Partner in der Regel keine unerwartet schwere Erkrankung im Sinn der Reiserücktrittsbedingungen und gibt keinen Anspruch auf Erstattung der Stornierungskosten.

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Gerichtshof der Europäischen Union

Fluggastrechte: Ausgleichspflicht wegen unerwarteter technischer Probleme

Luftfahrtunternehmen müssen Fluggästen auch bei Annullierung eines Fluges wegen unerwarteter technischer Probleme Ausgleich leisten. Jedoch können bestimmte technische Probleme die Luftfahrtunternehmen von ihrer Ausgleichspflicht befreien, so der EuGH in seinem Urteil.

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Amtsgericht Bonn

Reiserecht: Beeinträchtigung durch Dreharbeiten für die Fernsehserie "Das Traumschiff"

Ein älteres Ehepaar hatte auf einem Kreuzfahrtschiff eine 26 Tage lange Reise gebucht. Niemand hatte den beiden vorher gesagt, dass ihr Schiff "MS Amadea" als Drehort für die Fernsehserie "Das Traumschiff" genutzt wird. Promenadendeck und andere Bereiche waren deshalb oft nicht zugänglich. Das Ehepaar fordert eine Reisepreisminderung.

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Amtsgericht München

Urteil: Reiseausflug und der Sturz vom Kamel

Ein Urlauber erlitt während eines Kamelausritts einen schweren Unfall. Das Kamel stolperte, scheute und stellte sich mit den Vorderbeinen auf, so dass der Urlauber vom Kamel fiel. Der Kameltreiber sei dafür verantwortlich, so der Urlauber. Dieser habe den Sturz nicht verhindert. Schmerzensgeldforderung vom Reiseverantstalter: 3378 Euro.

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Amtsgericht München

Reisepreisminderung: Galadinner am Heiligabend - Das fehlende Highlight der Reise

Über die Weihnachtszeit buchte ein Ehepaar eine Pauschalreise nach Dubai. Highlight der Reise sollte ein Galadinner am Heiligen Abend sein, welches allerdings durch ein Dinner-Buffet ersetzt wurde und extra bezahlt werden musste. Das Ehepaar verlangt u.a. eine Reisepreisminderung.

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Ein Beitrag von anwalt.de

Haftet Reiseveranstalter für Sturz vom Stuhl?

Eine Frau machte mit ihrem Mann Urlaub in der Türkei und wollte an einer Animationsveranstaltung im Hotel teilnehmen. Die Eheleute setzten sich dazu auf Plastikstühle, die vor der Bühne aufgestellt worden waren. Die Frau stürzte dabei samt Stuhl zu Boden, weil eines der Stuhlbeine durch das Gitter eines Abflussschachtes rutschte.

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Amtsgericht Köln

Urteil: Eindringen einer Ratte in das Hotelzimmer - Reisemangel?

Das Amtsgericht Köln hat sich mit der Frage beschäftigt, ob das Eindringen einer Ratte über den Balkon in das Hotelzimmer einen Reisemangel darstellt. Die Kläger verlangen nach einem Mallorca-Urlaub eine Reisepreisminderung in Höhe von 50%.

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Bundesgerichtshof

BGH-Urteil zum Anspruch auf Ausgleichszahlung bei Vorverlegung eines Fluges

Die Kläger begehren Ausgleichszahlungen in Höhe von jeweils 400 €, nachdem ihr Rückflug um etwa 9 Stunden vorverlegt wurde. Sie sind der Auffassung, die Flugzeitänderung sei eine Annullierung gewesen, zumindest aber eine deutliche Verspätung im Sinne der EuGH-Rechtsprechung gleichgestellt werden müsse.

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rechtsanwaltskanzlei SIEGEL

Urteil: Fernbusreiseunternehmen müssen für Gepäckverlust haften

Mit Endurteil vom 08.12.2015 hat das Amtsgericht München entschieden, dass Unternehmen von Fernbusreisen grundsätzlich für abhanden gekommenes Gepäck haften müssen.

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Oberlandesgericht Düsseldorf

Fingerkuppe am Liegestuhl abgetrennt - Reisemangel?

Ein Reiseveranstalter muss nicht jedes Möbelstück im Hotel auf mögliche Mängel untersuchen. Bei "normalem" Mobiliar, wie z.B. Liegen, handelt es sich nicht um besonders gefährliche Einrichtungsgegenstände, die einer besonderen Überprüfung bedürfen.

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Amtsgericht München

Reiserücktritt & Terrorgefahr - Ein Urteil des AG München

Nach Urteil des Amtsgericht München (Az. 231 C 9637/15) rechtfertigt die allgemein bekannte Terrorgefahr in den Ländern des arabischen Frühlings in der Regel nicht einen Reiserücktritt wegen höherer Gewalt.

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Amtsgericht Wiesbaden

Urteil: Der Lärm auf einem Kreuzfahrtschiff

Lärmbelästigungen, zu denen auch Musik und Showveranstaltungen mit den damit verbundenen Begleitgeräuschen zählen, sind für Kreuzfahrtschiffe in dieser Größe üblich und stellen keine Reisemängel dar, wenn das Maß des Hinnehmbaren nicht überschritten wird.

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Landgericht Berlin

Urteil: Fluggesellschaft muss ausreichend und korrekt über Fluggastrechte aufklären

Das Landgericht Berlin hat einer Fluggesellschaft untersagt, Kunden im Internet falsch über ihre Rechte bei großen Verspätungen und Überbuchungen zu informieren. Wichtige Kundenansprüche dürfen nicht einfach weglassen werden.

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Amtsgericht Hannover

Urteil: Flugverspätung durch extreme Witterungsbedingungen des Vortages

Das AG Hannover hat durch Urteil (538 C 11519/13) entschieden, dass ein Entschädigungsanspruch besteht, wenn die Fluggesellschaft ihre Flugumläufe aus wirtschaftlichen Gründen so eng taktet, dass am Vortag aufgetretene Verzögerungen zwischen den einzelnen Umläufen nicht mehr aufgefangen werden können.

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Neue Urteile

26.06.2016 - Urteil: Kein Schadenersatz bei Vorschäden am Kfz?

Wer nach einem Verkehrsunfall auf Schadenersatz klagt, muss beweisen, dass der Schaden an seinem Kfz durch gerade diesen Unfall passiert ist. So soll gewährleistet werden, dass der Unfallverursacher nicht auch für Vorschäden am gegnerischen Fahrzeug "geradestehen" muss.
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26.06.2016 - Urteil: Werbeblocker "Adblock Plus" und das Bezahlmodell des "Whitelisting"

Im Streit um die Zulässigkeit des Internet-Werbeblockers "Adblock Plus" hält das OLG Köln die Blockade von Werbung als solche nicht für wettbewerbswidrig, wohl aber das vom Programmanbieter gewählte Bezahlmodell des "Whitelisting", bei der bestimmte Werbung gegen Zahlung eines Entgelts nicht unterdrückt wird.
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25.06.2016 - Urteil: Vorher/Nachher-Fotos einer Schönheitsklinik

Eine Klinik für Schönheitsoperationen bewarb auf ihrer Internetseite die Leistungen unter anderem durch eine Zusammenstellung von Bildern, die Patientinnen vor und nach einem plastisch-chirurgischen Eingriff zeigten. Dies sei jedoch unrechtmäßig, wie nun das Oberlandesgericht Koblenz entschieden hat.
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25.06.2016 - Hartz-IV: Das Jobcenter wird die Energieschulden schon übernehmen...

Eine Hartz-IV-Empfängerin hat Leistungen des Jobcenters für Energiekosten in der Vergangenheit nur teilweise an die Energieversorger weitergeleitet. Trotz weiterer Unterstützung kam es wiederholt zu Energierückständen. Dennoch stellte die Mutter einen erneuten Antrag auf darlehensweise Übernahme der zuletzt aufgelaufenen Energieschulden.
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25.06.2016 - Urteil: Keine Erstattung unnötiger Anwaltskosten durch Familienkasse

Ein Vater, der gegen einen ablehnenden Kindergeldbescheid durch einen Rechtsanwalt erfolgreich Einspruch eingelegt hat, kann keine Erstattung seiner Rechtsanwaltskosten verlangen kann, wenn er erst im Einspruchsverfahren Unterlagen vorgelegt hat, die er schon früher hätte vorlegen können.
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24.06.2016 - BVerfG: Kundgabe von "ACAB" nicht ohne weiteres strafbar

Ein Fußballfan trug eine Hose, die im Gesäßbereich großflächig mit dem Schriftzug "ACAB" bedruckt war. Andere Fans hielten im Stadion einzelne Buchstaben hoch, welche "ACAB" ergaben. Die Beschwerdeführer wenden sich gegen ihre Verurteilungen und rügen die Verletzung des Grundrechts auf Meinungsfreiheit.
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