Urteil - Nach einem Richterspruch des OLG Zweibrücken ist von einer sogenannten verfestigten Lebensgemeinschaft des Paares auszugehen, so dass die Frau ihre Unterhaltsansprüche gegen den Ex-Mann verwirkt hat.

Kurzinformation

Ein Ehemann wollte für seine Ex- Frau keinen weiteren Unterhalt zahlen und verwies zur Begründung darauf, sie sei zumindest an fast allen Wochenenden mit ihrem neuen Partner zusammen. Urlaub und Feiertage verbringe das Paar ebenso gemeinsam. Die Ex-Frau argumentierte, dass sie nicht in einer Lebensgemeinschaft leben würden, da schließlich beide in ihren eigenen Wohnungen leben.

Das Gericht ging davon aus, dass die Ex-Frau und ihr neuer Lebensgefährte nur deshalb getrennte Wohnungen behalten haben, um den Unterhaltsanspruch nicht zu gefährden.

Gericht:
Pfälzischen Oberlandesgericht (OLG) Zweibrücken, Urteil vom 2. März 2010, Az.: 2 UF 140/09
Ähnliche Urteile:

Die Unterhaltsansprüche einer Mutter entfallen, wenn sie in einer neuen festen Beziehung lebt und das von ihr betreute Kind mit drei Jahren Anspruch auf einen Kindergartenplatz hat. So entschied das Oberlandesgericht Bremen mit seinem Beschluss (AZ: 4 UF 75/06) vom 5. Januar 2007, wie die Deutsche Anwaltauskunft mitteilt. Urteil lesen

Eine Aufteilung des Unterhalts gibt es nur in Ausnahmefällen. Dies kann dann der Fall sein, wenn sich getrennt lebende Eltern die Versorgungs- und Erziehungsaufgaben ihrer Kinder in etwa zur Hälfte teilen. Urteil lesen

Wenn bei einer Trennung vereinbart wird, dass ein Partner für die Versorgung des gemeinsamen Hundes einen monatlichen Betrag bezahlt, muss er dies auch tun. Durch die Vereinbarung komme ein Schuldverhältnis zustande. Urteil lesen

Alleinerziehende können über Nachhilfeunterricht für ihre Sprösslinge allein entscheiden. Der unterhaltspflichtige Elternteil muss die Kosten ohne Wenn und Aber anteilig übernehmen. Urteil lesen

Werbung
Datenschutz Management System